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4. Juni 2026

A change is gonna come.

Workplace-Manager müssen regelmäßig evaluieren und sicherstellen, dass die Bedingungen ihrer Mitarbeiter im Büro ein professionelles, sicheres und gesundes Arbeitsumfeld gewährleisten. Das schreiben das Arbeitsschutzgesetzt und das Arbeitszeitgesetzt vor. Das gilt auch bei behelfsmäßigen oder temporären Arbeitsplätzen und zu Hause oder mobil, wenn ein vertraglich fester Arbeitsplatz eingerichtet ist.

Im gelegentlichen Home-Office gelten diese Regelungen, zumindest in geringerem Umfang, auch - und sind nicht weniger wichtig. Die Realität sieht häufig jedoch nicht so gut aus. Vorschriften werden selten konsequent umgesetzt bzw. nachverfolgt.

Es hapert an grundlegenden Anforderungen:

1. Ausreichende Bewegungsfläche und Raumverfügbarkeit: kein eigenes, dauerhaft nutzbares Büro vorhanden.
2. Gute Beleuchtung und Blendschutz: Licht und Bildschirme sind nicht optimal ausgerichtet.
3. Angemessenes Raumklima und Frischluftzufuhr: die kleinsten Räume oder Dachschrägen werden zum Büro.
4. Ergonomische Ausstattung und bedarfsgerechte Arbeitsmittel: ungeeignete Tische und nicht selten ein regelmäßiges hin- und herziehen (siehe 1.).
5. Lärmschutz und Belästigungsschutz: Flächen werden durch die Familie mitbenutzt oder sind zumindest nicht sauber voneinander zu trennen.
6. Klare Fluchtwege und Sicherheit: vollgestellte und suboptimal eingerichtete Verkehrswege.
7. Und nicht zuletzt: kein geordnetes Einhalten regelmäßiger Unterbrechungen oder von Tätigkeitswechseln, um einseitige Belastungen zu vermeiden.

Was zudem häufig übersehen wird, sind Probleme mit dem Datenschutz, mangelnde Mitarbeiterführung und eine zunehmende Isolation. Das führt langfristig zu (noch) mehr arbeitsbedingten Erkrankungen im Muskel-Skelett-Bereich, aber auch zunehmend zu psychischen Belastungsfaktoren.

Mit „guten“ Richtlinien ist es dabei nicht getan. Führende Institutionen wie die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), das Statistische Bundesamt, die Hans-Böckler-Stiftung und verschiedene Beratungsunternehmen veröffentlichen regelmäßig aktuelle Daten und Analysen zum Thema Homeoffice mit immer dem gleichen Fazit: die Produktivität steigt, die Gesundheit leidet.

Was macht ihr, was macht Euer Unternehmen, um hier gegenzusteuern? Ist das für Euch überhaupt ein Problem? Was würdet ihr ändern, wenn ihr (ohne Limits) auf bessere Bedingungen im (Home-) Office Einfluss nehmen könntet?

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